Im oberösterreichischen Bezirk Wels-Land ist dem Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) ein bedeutender Schlag gegen mutmaßlich il
Im oberösterreichischen Bezirk Wels-Land ist dem Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) ein bedeutender Schlag gegen mutmaßlich illegale Waffensammler gelungen. Nach einem Hinweis aus der Szene wurden bei drei Hausdurchsuchungen insgesamt rund 500 Schusswaffen sichergestellt – darunter auch vollautomatische Kriegswaffen.
Tipp aus der Szene führte zu Ermittlungen
Die Durchsuchungen fanden bereits in der Vorwoche statt und richteten sich gegen drei Männer, die als passionierte Waffensammler bekannt waren. Zwei der Beschuldigten verfügten jeweils über rund 150 Waffen, deren Besitz zum Teil legal war. Beim dritten Mann war die Sammlung etwas kleiner. Der entscheidende Punkt aber: Unter den gehorteten Waffen befanden sich etwa 20 vollautomatische Schusswaffen, darunter Maschinenpistolen und Maschinengewehre – deren Besitz ist in Österreich strikt verboten.
Anzeige nach Waffen- und Kriegsmaterialgesetz
Gegen alle drei Männer wurde Anzeige erstattet – sowohl nach dem Waffengesetz als auch nach dem strengeren Kriegsmaterialgesetz. Die sichergestellten Waffen wurden von den Behörden beschlagnahmt. Der Fund umfasst nicht nur historische oder sammelwürdige Stücke, sondern auch hochgefährliches Kriegsmaterial, das unter normalen Umständen niemals in privaten Händen sein dürfte.
Versteigerung oder Zerstörung – Behörden entscheiden
Was mit dem Arsenal nun geschieht, liegt in den Händen der Justiz. Zunächst muss die Staatsanwaltschaft Wels eine Entscheidung treffen, danach auch die zuständige Bezirkshauptmannschaft. Üblicherweise gibt es zwei Optionen: Die Waffen können – sofern sie legal weitergegeben werden dürfen – versteigert werden, oder sie werden endgültig vernichtet.
Ernstzunehmender Fall für Staatsschutz
Die Ermittlungen zeigen einmal mehr, wie wachsam die Sicherheitsbehörden im Umgang mit potenziell gefährlichen Waffenlagern agieren müssen. Gerade im Spannungsfeld zwischen legalem Sammelinteresse und illegalem Waffenbesitz verschwimmen die Grenzen oft – mit potenziell gravierenden Folgen für die öffentliche Sicherheit.

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