Biopics boomen: Hollywoods neue Bühne für Legenden Filmbiografien – sogenannte Biopics – erleben derzeit in Hollywood einen regelrechten Boom. Vom Ro
Biopics boomen: Hollywoods neue Bühne für Legenden
Filmbiografien – sogenannte Biopics – erleben derzeit in Hollywood einen regelrechten Boom. Vom Rockstar bis zur Sportikone: Zahlreiche Produktionen widmen sich dem Leben großer Persönlichkeiten. Doch eines steht fest: Der Erfolg steht und fällt mit der richtigen Besetzung. Denn wenn das Publikum die Hauptfigur nicht akzeptiert, droht selbst der aufwendig inszenierteste Film zum Flop zu werden.
Besonders bei weltbekannten Legenden achten Fans ganz genau hin. Reaktionen wie „Der sieht doch gar nicht aus wie mein Idol!“ sind bei Casting-Ankündigungen keine Seltenheit. Auch Timothée Chalamet musste sich diesen Vorurteilen stellen, als bekannt wurde, dass er Musikikone Bob Dylan in „A Complete Unknown“ verkörpern wird. Doch der Schauspieler bereitete sich über sechs Jahre akribisch vor – inklusive Gesangs-, Gitarren- und Mundharmonika-Training. Der Aufwand zahlte sich aus: Seine Performance überzeugte Kritiker und Publikum gleichermaßen und brachte ihm sogar eine Oscar-Nominierung ein.
In den Startlöchern stehen bereits weitere namhafte Biopics. Jeremy Allen White, bekannt aus der Serie „The Bear“, schlüpft in „Deliver Me From Nowhere“ in die Rolle von Bruce Springsteen – Kinostart ist im Oktober. Besonders ambitioniert ist das Beatles-Projekt: Vier Filme, jeder gewidmet einem Bandmitglied. Die Besetzung verspricht einiges: Paul Mescal als Paul McCartney, Harris Dickinson als John Lennon, Barry Keoghan als Ringo Starr und Joseph Quinn als George Harrison.
Weniger Kopfzerbrechen dürfte es beim Michael-Jackson-Film geben – zumindest optisch. In die Rolle des „King of Pop“ schlüpft dessen Neffe Jaafar Jackson. Erste Bilder zeigen eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem berühmten Onkel. Der Film soll 2026 in die Kinos kommen.
Auch körperlich fordern viele Biopics ihren Stars einiges ab. So verwandelte sich Schauspielerin Sydney Sweeney für ihre Rolle als Boxerin Christy Martin und legte in nur drei Monaten 15 Kilo an Muskelmasse zu. Für Muskelprotz Dwayne „The Rock“ Johnson war die körperliche Vorbereitung für den Film „The Smashing Machine“ vermutlich weniger herausfordernd – optisch sorgt er dennoch für eine Überraschung: Statt der gewohnten Glatze trägt er im Film eine volle schwarze Haarpracht. Er spielt den Ringer Mark Kerr, Kinostart ist ebenfalls für Oktober geplant.
Hollywood setzt auf wahre Geschichten – mit viel Aufwand, Detailtreue und schauspielerischer Hingabe. Die wachsende Zahl an Biopics zeigt: Die Faszination für große Persönlichkeiten ist ungebrochen – auf der Leinwand genauso wie im echten Leben.

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