Wöchentliche Tablette gegen Schizophrenie: Neue Hoffnung für bessere Behandlung

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Wöchentliche Tablette gegen Schizophrenie: Neue Hoffnung für bessere Behandlung

Wöchentliche Tablette gegen Schizophrenie: Neue Hoffnung für bessere Behandlung Die regelmäßige Einnahme von Medikamenten stellt für viele Menschen m

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Wöchentliche Tablette gegen Schizophrenie: Neue Hoffnung für bessere Behandlung

Die regelmäßige Einnahme von Medikamenten stellt für viele Menschen mit Schizophrenie eine Herausforderung dar – doch genau diese Kontinuität ist entscheidend, um Rückfälle, Krankenhausaufenthalte oder sogar Suizide zu verhindern. Ein innovativer Ansatz könnte hier künftig Abhilfe schaffen: Eine neue Tablettenform, die nur einmal pro Woche eingenommen werden muss, zeigt in einer aktuellen Studie vielversprechende Ergebnisse.

Medikament nur einmal pro Woche nötig

Im Zentrum steht eine neue Formulierung des bewährten Wirkstoffs Risperidon, der seit vielen Jahren weltweit zur Behandlung von Schizophrenie eingesetzt wird. Bisher musste Risperidon täglich eingenommen werden oder wurde in Form von Depot-Spritzen verabreicht. Beide Varianten sind in der Praxis nicht immer ideal: Während tägliche Einnahmen oft vergessen werden, lehnen viele Betroffene Injektionen ab oder haben keinen Zugang dazu.

Die neue Lösung: eine wöchentliche Kapsel, die nach der Einnahme im Magen eine spezielle Struktur entfaltet, sich dort langsam auflöst und so eine kontinuierliche Wirkstofffreisetzung ermöglicht. Entwickelt wurde das Präparat mit dem Namen LYN-005 vom US-Pharmaunternehmen Lyndra in Zusammenarbeit mit dem Massachusetts Institute of Technology und weiteren medizinischen Einrichtungen.

Studienergebnisse zeigen große Zufriedenheit

In einer klinischen Studie in den USA wurden 83 Patientinnen und Patienten im Alter zwischen 18 und 64 Jahren mit der neuen wöchentlichen Tablette behandelt. Alle Teilnehmer litten seit mindestens zwei Jahren an Schizophrenie oder einer schizoaffektiven Störung und befanden sich in einem stabilen Zustand. Nach einer kurzen Phase mit herkömmlichen Risperidon-Tabletten erhielten sie fünf wöchentliche Dosen des neuen Medikaments.

Das Ergebnis: Die Wirkstoffkonzentration im Körper war vergleichbar mit der täglichen Einnahme – allerdings ohne starke Schwankungen. Die meisten Patienten und auch über die Hälfte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte zeigten sich mit dem neuen Präparat zufrieden. Nebenwirkungen traten zwar auf, führten aber nur in wenigen Fällen zu einem Therapieabbruch. Die Studie wurde aufgrund der positiven Wirkung sogar vorzeitig beendet.

Neue Perspektive für viele Betroffene

Psychiater sehen in der neuen Darreichungsform einen wichtigen Fortschritt. Leslie Citrome, einer der Studienautoren, betont: „Die wöchentliche Einnahme kann die Therapie verbessern und negative Folgen wie Rückfälle deutlich verringern.“ Auch sein Kollege Ira Glick von der Stanford University zeigt sich überzeugt: „Diese Entwicklung ist besonders für jene Patientinnen und Patienten hilfreich, denen eine tägliche Einnahme schwerfällt.“

Weltweit sind nach Schätzungen rund 0,3 bis 0,6 Prozent der Bevölkerung von Schizophrenie betroffen – in Österreich gibt es jährlich etwa 1.000 Neuerkrankungen. Der neue Therapieansatz könnte also für viele eine echte Erleichterung im Alltag und ein Stück mehr Lebensqualität bedeuten.

Fazit

Die neue wöchentliche Risperidon-Tablette könnte ein Wendepunkt in der Behandlung von Schizophrenie werden. Weniger Aufwand, höhere Therapietreue und vergleichbare Wirksamkeit machen sie zu einer vielversprechenden Option – vorausgesetzt, sie wird künftig auch breit zugelassen und verfügbar gemacht.

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