Europa unter Extremhitze – Temperaturrekorde und Alarmstufen im ganzen Kontinent Die derzeitige Hitzewelle hat Europa fest im Griff – und sie zeigt
Europa unter Extremhitze – Temperaturrekorde und Alarmstufen im ganzen Kontinent
Die derzeitige Hitzewelle hat Europa fest im Griff – und sie zeigt keine Gnade. Von Frankreich über Italien und Spanien bis nach Österreich steigen die Temperaturen auf historische Höchstwerte. In Paris und 15 weiteren Regionen wurde erstmals seit fünf Jahren die höchste Warnstufe ausgerufen. Auch Österreich steuert auf den Höhepunkt der Hitzewelle zu.
Frankreich ruft Alarmstufe Rot aus
In Frankreich steht das öffentliche Leben teilweise still. Bei Temperaturen um die 40 Grad sind Schulen geschlossen, Arbeiten im Freien werden eingeschränkt, und Krankenhäuser bereiten sich auf hitzebedingte Notfälle vor. Der französische Wetterdienst spricht von einer extremen Hitzewelle „mit außergewöhnlicher Dauer und geografischer Ausbreitung“. In Paris dürfen aus Umweltgründen nur noch Fahrzeuge mit niedrigem Schadstoffausstoß unterwegs sein.
Italien und Spanien unter Hitzewarnung
Auch Italien leidet massiv unter der Gluthitze: In 21 Städten wurde die höchste Warnstufe verhängt. In mehreren Regionen – darunter die Lombardei, die Toskana und Sizilien – wurde das Arbeiten im Freien in den heißesten Stunden des Tages verboten. Dennoch kam es zu tragischen Zwischenfällen: In Bologna starb ein 47-jähriger Bauarbeiter, in Barcelona eine Straßenreinigerin nach ihrer Schicht.
Waldbrände und Evakuierungen in Griechenland und der Türkei
Griechenland kämpft unterdessen nicht nur mit der Hitze, sondern auch mit ausgedehnten Waldbränden. Rund um Athen mussten mehrere Ortschaften evakuiert werden. Noch dramatischer ist die Lage in der Türkei: Dort wurden bereits mehr als 50.000 Menschen aufgrund von Waldbränden in Sicherheit gebracht.
Auch Österreich ächzt unter der Hitze
In Österreich ist der Höhepunkt der Hitzewelle für Donnerstag vorhergesagt, mit Temperaturen von bis zu 38 Grad. Besonders betroffen sind Kärnten, Osttirol und das östliche Flachland. Schon jetzt haben Meteorologen eine drastische Abweichung von den üblichen Temperaturen festgestellt. Der Juni war mit rund +3 Grad über dem langjährigen Durchschnitt der drittwärmste seit Messbeginn.
Die Folgen der Hitze sind deutlich spürbar: Im Vorjahr gab es laut Umweltmedizinern fast 500 Hitzetote. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder und Personen mit Vorerkrankungen. Hinzu kommt: Trotz heftiger Gewitter fehlt in vielen Regionen ein Drittel der üblichen Regenmenge.
Hitzerekorde und heiße Seen
In vielen Teilen Österreichs wurden neue Juni-Hitzerekorde gemessen. In Klagenfurt und Villach zeigte das Thermometer fast 38 Grad, in Feistritz ob Bleiburg sogar 38,3 Grad. Die Sonne schien so oft wie nie zuvor seit Beginn der Wetteraufzeichnungen – etwa auf dem Grazer Schöckl oder in Abtenau. Auch die heimischen Seen sind ungewöhnlich warm: Der Wörthersee hat bereits 27 Grad – ein Rekord für Anfang Juli.
Aussicht: Ab Montag wird’s etwas kühler
Während es bis Sonntag weiterhin hochsommerlich bleibt, versprechen Meteorologen ab Montag leichte Abkühlung. Bis dahin gilt: Viel trinken, direkte Sonne meiden und körperliche Anstrengung möglichst vermeiden. Denn die extremen Temperaturen belasten nicht nur die Umwelt – sondern vor allem unsere Gesundheit.

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