Wien: Jugendliche sorgen im Umfeld von Jugendzentrum für Unruhe

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Wien: Jugendliche sorgen im Umfeld von Jugendzentrum für Unruhe

Jugendbande sorgt für Aufruhr Im Wiener Bezirk Liesing herrscht unter Anwohnerinnen und Anwohnern zunehmende Besorgnis. Seit der Eröffnung des Jugend

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Jugendbande sorgt für Aufruhr

Im Wiener Bezirk Liesing herrscht unter Anwohnerinnen und Anwohnern zunehmende Besorgnis. Seit der Eröffnung des Jugendzentrums in der Rößlergasse im November 2023 kommt es in der Umgebung, insbesondere im angrenzenden Park von Alt Erlaa, vermehrt zu Zwischenfällen, die das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung beeinträchtigen. Von Vandalismus, Lärmbelästigung und sogar Einschüchterung durch Jugendliche mit Peitschen ist die Rede.

Anwohner berichten von Bedrohungen

Ein Vater, dessen Sohn das nahegelegene Gymnasium besucht, berichtet von persönlichen Beobachtungen: Kinder seien wiederholt von Gruppen Jugendlicher bedrängt worden, mussten Geld abgeben – und seien trotzdem weiter bedroht worden. Besonders ab den Abendstunden eskaliere die Lage, sobald das Jugendzentrum schließt und die Betreuungspersonen nicht mehr vor Ort sind.

Sicherheitsgefühl in der Nachbarschaft schwindet

Viele Anwohnerinnen fühlen sich abends unsicher. Berichte über größere Gruppen junger Männer, verbale Belästigungen und ein raues Klima im Park sorgen für Unruhe. Ein häufig geäußerter Kritikpunkt: Ein Teil der Jugendlichen sei unter 14 Jahre alt – und damit strafrechtlich nicht verantwortlich. Die Polizei könne daher nur eingeschränkt eingreifen.

Jugendzentrum bemüht, aber begrenzt handlungsfähig

Das Jugendzentrum selbst betont, dass es bei Auseinandersetzungen unter den Jugendlichen mit pädagogischen Mitteln arbeite – allerdings ausschließlich während der Öffnungszeiten. Der Park entwickle sich zunehmend zu einem Treffpunkt für Jugendliche verschiedenster Gruppen, weshalb nicht jeder Vorfall direkt mit dem Zentrum in Verbindung stehe.

Forderungen nach Maßnahmen

Aus der lokalen Politik werden Stimmen laut, die mehr Handlungsbereitschaft einfordern. Bezirksvertreter betonen, dass niemand grundsätzlich gegen Jugendzentren sei, sie aber nicht zur Belastung für Anwohner werden dürften. Es brauche gezielte Maßnahmen, um Sicherheit, Ordnung und gegenseitigen Respekt wiederherzustellen – insbesondere in den Abendstunden und an Wochenenden.

Fazit:

Die Situation rund um das Jugendzentrum Alt Erlaa ist ein sensibles Thema, bei dem Interessen aufeinandertreffen: die Bedürfnisse junger Menschen nach Raum und Begegnung – und das legitime Sicherheitsbedürfnis der Nachbarschaft. Eine nachhaltige Lösung wird nur gelingen, wenn Sozialarbeit, Behörden und Anrainer gemeinsam Verantwortung übernehmen.

ZITAT: „Wenn Jugendliche durch Lärm, Provokation oder Angst auf sich aufmerksam machen, ist das oft ein stiller Schrei nach Zugehörigkeit, nach Grenzen – und nach einem Platz in einer Gesellschaft, die ihnen zuhört, bevor sie urteilt. Es reicht nicht, sie nur zu kontrollieren. Wir müssen auch den Mut haben, hinzusehen, zuzuhören und Verantwortung gemeinsam zu tragen.“

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