Sprudelnde Steuereinnahmen, aber das Budgetdefizit wächst weiter

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Sprudelnde Steuereinnahmen, aber das Budgetdefizit wächst weiter

Sprudelnde Steuereinnahmen, aber das Budgetdefizit wächst weiter Trotz deutlich gestiegener Steuereinnahmen gelingt es dem österreichischen Staat wei

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Sprudelnde Steuereinnahmen, aber das Budgetdefizit wächst weiter

Trotz deutlich gestiegener Steuereinnahmen gelingt es dem österreichischen Staat weiterhin nicht, sein Budgetdefizit in den Griff zu bekommen. Eine aktuelle Analyse der Agenda Austria zeigt: Seit 2019 sind die meisten Steuerkategorien real, also über die Inflation hinaus, angewachsen – mit einer Ausnahme: der Körperschaftsteuer auf Unternehmensgewinne.

Von Jänner bis Mai 2025 nahm der Staat bereits 10,5 Milliarden Euro seiner für das Jahr vorgesehenen 18,1 Milliarden Euro an Neuverschuldung in Anspruch. Die gute Einnahmenlage ändert wenig daran, dass das Defizit im Vergleich zum Vorjahr um 400 Millionen Euro gestiegen ist. Hauptursache für die zunehmenden Ausgaben sind laut dem Ökonomen Denes Kucsera insbesondere die höheren Kosten bei Pensionen und Arbeitslosenunterstützung. Diese beiden Bereiche verursachten allein 1,3 Milliarden Euro Mehrkosten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Ein Blick auf die einzelnen Steuerarten zeigt, woher das Geld kommt: Die Umsatzsteuer ist mit einem Plus von 35,7 Prozent seit 2019 deutlich stärker gestiegen als die Inflation im selben Zeitraum, die bei 29,3 Prozent liegt. Auch bei der Lohnsteuer gab es kräftige Zuwächse. Höhere Einkommen, die inflationsbereinigt gestiegen sind, bringen dem Staat entsprechend mehr Einnahmen.

Besonders dynamisch zeigt sich auch die Kapitalertragsteuer. Sie hat sich seit 2019 nahezu verdoppelt und stieg von 1,5 auf rund zwei Milliarden Euro allein im Zeitraum Jänner bis Mai. Laut Agenda Austria stammen rund 450 Millionen Euro davon aus Zinserträgen auf Sparguthaben – ein Ergebnis der hohen Sparquote in der Bevölkerung. Die Einnahmen aus Aktiengewinnen spielen dagegen mit etwa 50 Millionen Euro eine untergeordnete Rolle.

Eine Schwachstelle bleibt jedoch: die Körperschaftsteuer. Seit 2019 ist sie lediglich um 17,5 Prozent gestiegen – und das trotz allgemeiner Inflation. In den letzten drei Jahren war sogar ein kontinuierlicher Rückgang zu beobachten. Viele Unternehmen schreiben derzeit Verluste, was die Steuerbasis für den Staat schmälert.

Die Zahlen belegen: Österreich hat kein Einnahmenproblem. Doch die steigenden Ausgaben sorgen dafür, dass sich das Budgetloch weiter vergrößert. Im zweiten Halbjahr werden daher konkrete Sparmaßnahmen nötig sein, um das Ziel für die Neuverschuldung nicht zu überschreiten.

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