Tod bei Beauty-OP: Wende im Drama um Caro (20)

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Tod bei Beauty-OP: Wende im Drama um Caro (20)

Tod bei Beauty-OP: Wende im Drama um Caro (20) Fettabsaugung mit tödlichem Ausgang: Neue Gutachten belasten Narkosearzt schwer Der tra

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Tod bei Beauty-OP: Wende im Drama um Caro (20)

Fettabsaugung mit tödlichem Ausgang: Neue Gutachten belasten Narkosearzt schwer

Der tragische Tod der erst 20-jährigen Caro A. bei einer Schönheitsoperation in Wien sorgt erneut für Aufsehen. Ursprünglich war das Ermittlungsverfahren gegen den verantwortlichen Narkosearzt eingestellt worden – doch neue Entwicklungen und ein überarbeitetes Gutachten könnten nun zu einer Wende führen. Der Fall rückt damit wieder ins Zentrum des öffentlichen Interesses.

Verfahren zunächst eingestellt – dann Wiederaufnahme

Nach Caros Tod bei einer Fettabsaugung im Jahr 2023 leitete die Staatsanwaltschaft Wien Ermittlungen ein. Ein erster medizinischer Gutachter sprach von einer „großen Wahrscheinlichkeit“, dass der Tod bei besserer Überwachung hätte verhindert werden können. Doch für eine strafrechtliche Anklage reicht dieser Begriff nicht aus – juristisch ist die Formulierung „an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit“ entscheidend.

Da dieser Unterschied dem Gutachter zunächst nicht bewusst war, wurde das Verfahren eingestellt. Erst ein Bericht brachte die Unklarheit ans Licht. Der Gutachter präzisierte daraufhin seine Einschätzung, und das Ermittlungsverfahren wurde wiederaufgenommen – trotz Widerspruchs durch den Anwalt des Arztes.

Neues Gutachten belastet den Arzt deutlich

In einem aktuellen, überarbeiteten Gutachten kommt der Sachverständige nun zu einem deutlich klareren Ergebnis: Die Überwachung der lebenswichtigen Funktionen während der Operation sei „nicht lege artis“, also nicht fachgerecht, erfolgt. Wäre sie ordnungsgemäß durchgeführt worden, hätte Caro mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit überlebt.

Besonders schwer wiegt dabei die Feststellung, dass offenbar nicht sofort auf den kritischen Abfall der Sauerstoffsättigung reagiert wurde. Diese Verzögerung bei den lebensrettenden Maßnahmen bleibt laut Gutachter medizinisch nicht nachvollziehbar – obwohl die Überwachung angeblich lief.

Familie kämpft um Aufklärung

Für Caros Familie ist der erneute Aufschwung in den Ermittlungen ein Hoffnungsschimmer. Gemeinsam mit ihrem Anwalt, Sascha Flatz, fordern sie eine lückenlose Aufklärung. „Man kann nicht abschließen, wenn man nicht weiß, was passiert ist“, sagen ihre Eltern. Anwalt Flatz betont: „Es ist unerklärlich, weshalb nicht sofort reagiert wurde, als die Sauerstoffsättigung abfiel.“

Strafprozess möglich

Ob der Narkosearzt nun tatsächlich angeklagt wird, bleibt vorerst offen. Doch mit dem neuen Gutachten steigt die Wahrscheinlichkeit erheblich, dass es zu einem Strafprozess kommt. Für den beschuldigten Mediziner gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Das letzte Wort liegt nun bei der Staatsanwaltschaft.

Der Fall wirft nicht nur ein Schlaglicht auf mögliche Versäumnisse in der medizinischen Praxis, sondern zeigt auch, wie entscheidend präzise Gutachten und öffentliche Aufmerksamkeit für die Durchsetzung von Gerechtigkeit sein können.

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