Ein dramatischer Zwischenfall erschüttert derzeit die Region Kufstein in Tirol: Am Montagvormittag ist ein Mann beim Schwimmen im Längsee plötzlich un
Ein dramatischer Zwischenfall erschüttert derzeit die Region Kufstein in Tirol: Am Montagvormittag ist ein Mann beim Schwimmen im Längsee plötzlich untergegangen – direkt vor den Augen seiner Ehefrau – und gilt seither als vermisst. Eine großangelegte Suchaktion läuft, bisher jedoch ohne Erfolg.
Gegen 9:30 Uhr ging der Notruf bei der Leitstelle Tirol ein. Die Meldung: ein möglicher Ertrinkungsunfall. Sofort rückten Wasserrettung, Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte aus, um nach dem verschwundenen Schwimmer zu suchen.
Ehefrau musste den Notruf absetzen
Laut Angaben der Wasserrettung Tirol war der Mann ein Stück in den See hinausgeschwommen, während seine Frau am Ufer geblieben war. Beim Zurückschwimmen soll er dann plötzlich untergegangen sein – und tauchte nicht wieder auf. In ihrer Verzweiflung setzte seine Frau sofort einen Notruf ab.
Schlechte Sicht erschwert Suche
Die Rettungskräfte suchten zunächst mit Booten und Tauchern – bislang vergeblich. Der Längsee ist ein Moorsee, was die Bedingungen extrem erschwert: „Die Sicht unter Wasser geht gegen null“, erklärt Michael Stock, Landesleiter der Wasserrettung Tirol. Die trübe Beschaffenheit des Wassers macht es den Einsatzkräften fast unmöglich, den Vermissten visuell zu lokalisieren.
Am frühen Nachmittag wurde deshalb zusätzlich ein Sonargerät eingesetzt, um den Seegrund zu durchleuchten. Sollte auch das keine Ergebnisse bringen, werde eine sogenannte Taucherkette gebildet, bei der mehrere Taucher in Linie das Gewässer systematisch absuchen.
Betreuung für Angehörige
Die Ehefrau des Vermissten wird derzeit vom Kriseninterventionsteam psychologisch betreut. Für sie ist es eine kaum fassbare Tragödie: Innerhalb weniger Sekunden wurde aus einem harmlosen Schwimmausflug ein Alptraum.
Die Suche nach dem Mann wird mit Hochdruck fortgesetzt – doch je mehr Zeit vergeht, desto geringer werden die Hoffnungen, ihn noch lebend zu finden. Die Einsatzkräfte kämpfen gegen schlechte Sicht, dichtes Wasserpflanzenwerk und die Zeit.

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