Kanada setzt Digitalsteuer aus – Zugeständnis an Trump für neues Handelsabkommen

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Kanada setzt Digitalsteuer aus – Zugeständnis an Trump für neues Handelsabkommen

Kanada hat die geplante Digitalsteuer auf große US-Technologiekonzerne vorerst gestoppt. Damit reagiert die Regierung in Ottawa auf den wachsenden Dru

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Kanada hat die geplante Digitalsteuer auf große US-Technologiekonzerne vorerst gestoppt. Damit reagiert die Regierung in Ottawa auf den wachsenden Druck von US-Präsident Donald Trump, der sich zuletzt offen gegen die Besteuerung amerikanischer Digitalkonzerne im Ausland ausgesprochen hatte. Der Schritt gilt als Versuch, den Weg für ein neues Handelsabkommen mit den USA zu ebnen.

Laut Finanzminister François-Philippe Champagne haben sich Trump und Kanadas Premierminister Mark Carney darauf verständigt, die festgefahrenen Verhandlungen über ein umfassendes Handelsabkommen wieder aufzunehmen. Ziel sei eine Einigung bis spätestens 21. Juli 2025. Die Aussetzung der Steuer gilt als direkte Reaktion auf Trumps harte Haltung, nachdem dieser vergangene Woche die Gespräche abrupt abgebrochen hatte.

Trump hatte auf seiner Plattform Truth Social scharfe Worte gefunden: Die Steuer sei ein „unerhörter Angriff auf Amerika“. Er drohte mit neuen Zöllen auf kanadische Importe, sollte Kanada an der geplanten Abgabe festhalten. Die Regierung in Ottawa lenkte nun offenbar ein, um einen drohenden Handelskonflikt mit ihrem wichtigsten Wirtschaftspartner zu verhindern.

Trump erhöht globalen Druck

Der US-Präsident hatte bereits im April ähnliche Strafmaßnahmen gegen andere Länder angekündigt, darunter auch EU-Staaten. Zwar setzte er die Zölle zunächst befristet aus, machte aber deutlich, dass er sie jederzeit wieder in Kraft setzen könne, sollte es zu keiner Einigung kommen. Für Kanada läuft die von Trump gesetzte Frist zur Verhandlung bis zum 8. Juli 2025, für die EU bis zum 9. Juli. Eine Verlängerung dieser Fristen sei laut dem Weißen Haus möglich – aber nicht garantiert.

Trump sieht die Digitalsteuern vieler Länder als gezielte Attacke auf amerikanische Unternehmen und hat entsprechend Gegenmaßnahmen vorbereitet. Der Druck auf internationale Partner steigt, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch. Die Folge: Schwankungen an den globalen Märkten, Unsicherheit bei Investoren und zunehmender Protektionismus.

Auswirkungen auch auf Europa?

Auch europäische Länder wie Österreich, Frankreich, Italien und Spanien befinden sich derzeit in einem sensiblen Verhandlungsprozess mit den USA über Besteuerungsrechte großer Digitalunternehmen. Zwar wurde mit der früheren US-Regierung eine Übergangslösung gefunden, doch unter Trumps Führung drohen wieder schärfere Töne und mögliche Vergeltungszölle.

Kanadas Schritt wird in internationalen Handelskreisen als Signal gewertet: Wer weiter mit den USA auf Augenhöhe verhandeln will, muss Trumps Bedingungen ernst nehmen. Damit zeigt sich erneut, wie groß der Einfluss des amerikanischen Präsidenten auf globale Steuer- und Handelsfragen derzeit ist – und wie sehr seine Entscheidungen andere Länder zu Zugeständnissen zwingen.

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