Skurriler Wasserstreit in Kärnten: Pensionist soll 5,3 Millionen Liter verbraucht haben

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Skurriler Wasserstreit in Kärnten: Pensionist soll 5,3 Millionen Liter verbraucht haben

Skurriler Wasserstreit in Kärnten: Pensionist soll 5,3 Millionen Liter verbraucht haben Ein Pensionist aus Brand-Nagelberg steht im Zentrum eines ung

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Skurriler Wasserstreit in Kärnten: Pensionist soll 5,3 Millionen Liter verbraucht haben

Ein Pensionist aus Brand-Nagelberg steht im Zentrum eines ungewöhnlichen Justizstreits: Die Gemeinde berechnete ihm im Jahr 2023 stolze 5,3 Millionen Liter Wasser, was zu einer Forderung von über 10.000 Euro führte. Der über 80-Jährige bestreitet den Verbrauch energisch – und bringt den Fall vor den Verwaltungsgerichtshof.

Was ist passiert?

  • Zwischen Oktober 2022 und September 2023 wurden auf dem Betrieb des 82-jährigen Kärntners 5,3 Millionen Liter Trinkwasser gezählt.

  • Die Gemeinde stellte daraufhin eine Rechnung in Höhe von 10.075 Euro aus.

  • Den ungewöhnlich hohen Zählerstand hielt der Pensionist für falsch: Er behauptete, der Zähler laufe auch bei geschlossenen Leitungen weiter und könne durch äußere Einflüsse ausgelöst sein.

Technische Prüfungen ohne Ergebnis

  • Experten vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen untersuchten den Zähler und alle Leitungen gründlich – ohne Hinweis auf Leckagen oder technische Defekte.

  • Auch mögliche Rohrbrüche oder Abflusslecks konnten ausgeschlossen werden – der Zähler wurde als einwandfrei bestätigt.

Gerichtlicher Verlauf

  • Zunächst wies das Landesverwaltungsgericht die Klage des Pensionisten ab und bestätigte die Forderung der Gemeinde.

  • Der Betroffene legte daraufhin eine Revision beim Verwaltungsgerichtshof ein – mit Erfolg: Wegen Verfahrensfehlern, insbesondere verspäteter Unterlagenzustellung, hob der VwGH das Urteil auf und verwies den Fall zurück ans Landesgericht.

Reaktion des Pensionisten & Gemeinde

  • Nach der Rückweisung erstattete der Mann Anzeige gegen Bürgermeister Einzinger wegen Amtsmissbrauchs. Diese wurde jedoch nicht weiter verfolgt.

  • Bürgermeister Einzinger betont, es liege kein Zweifel am Zähler oder dem Verbrauch – die Wiederherstellung der Gebühren stehe im Einklang mit Recht und Gerechtigkeit.

Verbrauchsskala & Expertenmeinung

  • Zum Vergleich: Ein Zweipersonenhaushalt verbraucht pro Jahr etwa 100.000 Liter Wasser – der Verbrauch des Pensionisten entspricht in etwa 208 Füllungen eines klassischen Garten-Pools.

  • Experten raten zur genauen Prüfung von Leitungen, möglichen Lecks oder gar Sabotage, wenn Zählerstände derart auffällig sind.

Was kommt nun?

  • Das Verfahren beginnt neu am Landesverwaltungsgericht – diesmal inklusive vollständigem Parteiengehör und Begutachtung.

  • Der Pensionist wird ein Gegengutachten einreichen, um einen möglichen Zähler- oder Abrechnungsfehler nachzuweisen.

Fazit

Ein erstaunlicher Jahrhundert-Verbrauch, der erst Recht Fragen aufwirft: Ist es möglich, dass ein Zähler versehentlich ausgelöst wurde? Oder handelt es sich um tatsächlichen Wasserverlust im Haus? Der Verwaltungsgerichtshof hält an seiner Lösung fest: Das Verfahren muss fair und vollständig wiederholt werden – erst danach steht die rechtliche Bewertung fest. Bis dahin bleibt es unklar, wer letztlich über 10.000 Euro an Wasserkosten zahlen muss.

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